Ruhewald-Konzept

Das Konzept ist unabhängig von Konfession, Wohnort und frei von sozialen Zwängen.

Der Wandel der Zeit bringt auch Veränderungen in der Bestattungskultur mit sich.

Die unterschiedlichsten Gründe gibt es für den Wunsch nach einer Bestattung im Wald. Ein wesentlicher Grund ist die Liebe zur Natur.

Ein anderer Grund ist die Grabpflege, die für viele Menschen immer schwieriger wird. Menschen wohnen nicht mehr wie früher ein Leben lang an einem Ort oder in einer Region. Durch die Anpassung des Wohnortes an den Arbeitsort werden traditionelle, ortsgebundene und Generationen übergreifende Familienstrukturen aufgelöst.

Im Ruhewald sind Grabsteine, Grabpflege und herkömmlicher Grabschmuck wie Kränze, Gestecke, Kerzen, Schleifen und Figuren nicht erlaubt. Der Ruhebaum selbst ist Schmuck und Symbol im naturbelassenen Ruhewald zu jeder Jahreszeit. Bei einem Besuch eignet sich ein schlichter natürlicher Grabschmuck, wie Blumen, Blüten und Blätter besser. Diesen nimmt sich die Natur wieder zurück.

Menschen, die im Ruhewald bestattet werden möchten, müssen sich grundsätzlich für eine Einäscherung entscheiden. Die Asche der Verstorbenen findet an den Wurzeln eines Baumes, mitten in der Natur, einen würdevollen und natürlichen Platz.
Die Urne besteht aus biologisch abbaubarem Material und geht nach kurzer Zeit in den natürlichen Kreislauf zurück. Somit ist eine Umbettung von hier nicht mehr möglich.

Eine Kennzeichnung der Grabstätte ist in Form einer kleinen Tafel möglich und lässt sich individuell mit Namen, Lebensdaten und wenn gewünscht mit einem Gedenkspruch gestalten.